©2017 - Gemeinschaftspraxis  für Ganzheitliche Zahnheilkunde und Integrative Zahnmedizin Dr. Bernadette und Dr. Bernd Burghartswieser
Wissenschaft - Orginalarbeit (Stand 2015) Funktionszeit von initialen Amalgamfüllungen nach zehn und mehr Jahren T. Retzlaff , P. Gängler DZZ-Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift - 2015; 70(1) pp 33-42
In der Einleitung heißt es : “Obwohl   die   Bundeszahnärztekammer   den   Gebrauch   von   Amalgam   weiter   als   unbedenklich   einstuft,   ist   die Bevölkerung    durch    zahlreiche    Berichte    und    Diskussionen    in    den    Medien    über    angeblich    schädliche Quecksilberfreisetzung   aus   Amalgamfüllungen   verunsichert   worden.   Die   Problematik   des   Amalgams   wird zunehmend politisiert und oft in den Medien irreführend dargestellt.” weiter.... “Die   von   der   europäischen   Kommission   2007   verfasste   Gemeinschaftsstrategie   für   Quecksilber   stellt   fest, dass     das     Einatmen     von     Quecksilberdampf     aus     zahnmedizinischem     Amalgam     die     Hauptquelle     der Quecksilberexposition in Industrieländern ist. aber ..... “Eine   Einschränkung   oder   gar   ein   Verbot   der   Verwendung   von   Amalgam   könnte   die   finanzielle   Stabilität   des Gesundheitssystems   beeinträchtigen   und   Auswirkungen   auf   die   Fähigkeit   einzelner   Patienten   haben,   für   Ihre Zahngesundheit aufzukommen.” und “Neben     den     zwar     wissenschaftlich     unbelegten,     in     der     Bevölkerung     gleichwohl     aber     diskutierten gesundheitlichen    Folgen    sind    es    zudem    die    Umweltschädigungen    durch    Quecksilberrückstände    bei    der Entsorgung, die zu einem Umdenken in der Füllungstherapie führen.” und “Seit        einiger        Zeit        steht        zudem        ein        Verarbeitungsverbot        von        Quecksilber        durch        die Weltgesundheitsorganisation   (WHO)   zur   Debatte,   das   sich   vorweigend   auf   die   Vermeidung   einer   Exposition mit dem Metall sowohl bei der Be- und Verarbeitung als auch bei der Entsorgung konzentriert.” und “Anfang    Oktober    2013    wurde    das    Internationale    Minamata-Übereinkommen    unterzeichnet,    in    dem    die weltweite    Reduktion    der    Quecksilberemission    in    die    Umwelt    geregelt    ist.    Das    Umweltprogramm    der Vereinten    Nationen    (UNEP)    veranlasste    im    Februar    2009    die    Erarbeitung    dieser    Konvention.Bei    den Verhandlungen   einigte   man   sich   unter   anderem   auf   eine   “Phase   down”-Strategie   für   zahnärztliches   Amalgam, das bedeutet eine Reduktion der Verwendung von Amalgam ohne eine zeitliche Vorgabe.” und “Anfang   März   2014   hat   der   wissenschaftliche   Beratungsausschuss   für   Gesundheits-   und   Umweltrisiken   der Europäischen    Kommision,    das    Scientific    Committee    of    Health    and    Environmental    Risks    (SCHER)    eine Stellungnahme   zu   den   Gesundheits-   und   Umweltauswirkungen   von   Amalgam   veröffentlicht.Man   kam   zu   dem Ergebnis,   dass   die   Gesundheits-   und   Umweltgefährdung   durch   das   im   zahnärztlichen   Amalgam   enthaltene Quecksilber vergleichsweise gering ist.” denn “Nur    unter    außergewöhnlichen    Umständen,    einem    “Worst-Case-Szenario”,    d.h.    im    Falle    einer    hohen Zahnarztdichte,    verbunden    mit    einem    hohen    Grad    der    Amalgamnutzung    bei    gleichzeitigem    Fehlen    von Amalgamabscheidern,   könne   auf   lokaler   Ebene   Risiken   für   die   Gesundheit   und   Umwelt   nicht   ausgeschlossen werden.   Dieses   Szenario   ist   für   Deutschland   ausgeschlossen,   da   hier   flächendeckend   Amalgamabscheider   für Zahnarztpraxen vorgeschrieben sind.” Fazit der Untersuchung : “Trotz   der   anhaltenden   Diskussion   über   die   Verwendung   von   Quecksilber   sind   die   positiven   Aspekte   des dentalen   Amalgams,   die   gute   marginale   Adaptation   (Randschlussverhalten),   die   hohe   Verschleißfestigkeit und     die     einfache     Verarbeitung     bei     vergleichsweise     hoher     Fehlertoleranz     zu     nennen.Bezüglich     der Materialeigenschaften   sowie   unter   Kostengesichtspunkten   ist   Amalgam   derzeit   nicht   aus   der   zahnärztlichen Versorgung wegzudenken.” Da    die    Bundeszahnärztekammer    und    die    überwiegende    Zahl    der    Zahnärzte    die    Meinung vertreten, dass zahnärztliches Amalgam unschädlich und unbedenklich ist, werden   die   Kosten   für   eine   Amalgam-/   Schwermetallsanierung   in   der   Regel   nicht   von   Ihrer Krankenkasse oder  Beihilfestelle übernommen !
Zitat aus dem Buch zur Wissenschaftlichkeit !