©2018 - Gemeinschaftspraxis für Ganzheitliche Zahnheilkunde und Integrative Zahnmedizin Dr. Bernadette und Dr. Bernd Burghartswieser
Wissenschaft - Orginalarbeit (Stand 2015) Funktionszeit von initialen Amalgamfüllungen nach zehn und mehr Jahren T. Retzlaff , P. Gängler DZZ-Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift - 2015; 70(1) pp 33-42
In der Einleitung heißt es : “Obwohl die Bundeszahnärztekammer den Gebrauch von Amalgam weiter als unbedenklich einstuft, ist die Bevölkerung durch zahlreiche Berichte und Diskussionen in den Medien über angeblich schädliche Quecksilberfreisetzung aus Amalgamfüllungen verunsichert worden. Die Problematik des Amalgams wird zunehmend politisiert und oft in den Medien irreführend dargestellt.” weiter.... “Die von der europäischen Kommission 2007 verfasste Gemeinschaftsstrategie für Quecksilber stellt fest, dass das Einatmen von Quecksilberdampf aus zahnmedizinischem Amalgam die Hauptquelle der Quecksilberexposition in Industrieländern ist. aber ..... “Eine Einschränkung oder gar ein Verbot der Verwendung von Amalgam könnte die finanzielle Stabilität des Gesundheitssystems beeinträchtigen und Auswirkungen auf die Fähigkeit einzelner Patienten haben, für Ihre Zahngesundheit aufzukommen.” und “Neben den zwar wissenschaftlich unbelegten, in der Bevölkerung gleichwohl aber diskutierten gesundheitlichen Folgen sind es zudem die Umweltschädigungen durch Quecksilberrückstände bei der Entsorgung, die zu einem Umdenken in der Füllungstherapie führen.” und “Seit einiger Zeit steht zudem ein Verarbeitungsverbot von Quecksilber durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Debatte, das sich vorweigend auf die Vermeidung einer Exposition mit dem Metall sowohl bei der Be- und Verarbeitung als auch bei der Entsorgung konzentriert.” und “Anfang Oktober 2013 wurde das Internationale Minamata-Übereinkommen unterzeichnet, in dem die weltweite Reduktion der Quecksilberemission in die Umwelt geregelt ist. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) veranlasste im Februar 2009 die Erarbeitung dieser Konvention.Bei den Verhandlungen einigte man sich unter anderem auf eine “Phase down”-Strategie für zahnärztliches Amalgam, das bedeutet eine Reduktion der Verwendung von Amalgam ohne eine zeitliche Vorgabe.” und “Anfang März 2014 hat der wissenschaftliche Beratungsausschuss für Gesundheits- und Umweltrisiken der Europäischen Kommision, das Scientific Committee of Health and Environmental Risks (SCHER) eine Stellungnahme zu den Gesundheits- und Umweltauswirkungen von Amalgam veröffentlicht.Man kam zu dem Ergebnis, dass die Gesundheits- und Umweltgefährdung durch das im zahnärztlichen Amalgam enthaltene Quecksilber vergleichsweise gering ist.” denn “Nur unter außergewöhnlichen Umständen, einem “Worst-Case-Szenario”, d.h. im Falle einer hohen Zahnarztdichte, verbunden mit einem hohen Grad der Amalgamnutzung bei gleichzeitigem Fehlen von Amalgamabscheidern, könne auf lokaler Ebene Risiken für die Gesundheit und Umwelt nicht ausgeschlossen werden. Dieses Szenario ist für Deutschland ausgeschlossen, da hier flächendeckend Amalgamabscheider für Zahnarztpraxen vorgeschrieben sind.” Fazit der Untersuchung : “Trotz der anhaltenden Diskussion über die Verwendung von Quecksilber sind die positiven Aspekte des dentalen Amalgams, die gute marginale Adaptation (Randschlussverhalten), die hohe Verschleißfestigkeit und die einfache Verarbeitung bei vergleichsweise hoher Fehlertoleranz zu nennen.Bezüglich der Materialeigenschaften sowie unter Kostengesichtspunkten ist Amalgam derzeit nicht aus der zahnärztlichen Versorgung wegzudenken.” Da die Bundeszahnärztekammer und die überwiegende Zahl der Zahnärzte die Meinung vertreten, dass zahnärztliches Amalgam unschädlich und unbedenklich ist, werden die Kosten für eine Amalgam-/ Schwermetallsanierung in der Regel nicht von Ihrer Krankenkasse oder Beihilfestelle übernommen !
Zitat aus dem Buch zur Wissenschaftlichkeit !