©2017 - Gemeinschaftspraxis  für Ganzheitliche Zahnheilkunde und Integrative Zahnmedizin Dr. Bernadette und Dr. Bernd Burghartswieser
Digitales Röntgen in der Zahnarztpraxis Verständlicherweise   wird   die   ärztliche/zahnärztliche   Röntgendiagnostik   von   vielen   Patienten   mit   großer Skepsis   betrachtet.   Der   auf   den   Körper   einwirkenden   Strahlenbelastung   durch   ein   Röntgenbild   muss   ein erheblicher   diagnostischer   Wert   für   eine   genaue   Befunderhebung   gegenüber   stehen.   Dies   abzuwägen   ist die Aufgabe eines verantwortlich agierenden Arztes/Zahnarztes. Der Einsatz digitaler Röntgenverfahren reduziert die Strahlenbelastung für den Patienten in der Regel erheblich reduziert    die    Umweltbelastung    durch    den    Verzicht    auf    Entwicklungschemikalien,    Bleifolien, Verpackungen etc. ermöglicht      scharfe      Röntgenbilder,      welche      in      einem      Bildbearbeitungsprogramm      je      nach diagnostischer Fragestellung optimiert und ausgewertet werden können ermöglicht in der Regel eine sofortige Befundung der Aufnahme  nach Anfertigung Röntgenbilder können  an Patienten, Mitbehandler oder Weiterbehandler weitergegeben werden Röntgendiagnostik   dient   dem   Auffinden   pathologischer   Prozesse,   welche   auf   Dauer   die   Immunabwehr des   Körpers   überfordern   können,   auch   wenn   keine   akuten   Schmerzen   oder   Beschwerden   vorliegen (”Silent   Inflammation”)   .   Ein   lokaler   Entzündungsprozess      im   Mund-   und   Kieferbereich   kann   aber   auch Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit haben . Natürlich      dient      die      Röntgendiagnostik      auch      der      Planung      und      optimierten      Durchführung therapeutischer   Maßnahmen,   wie   z.B.   die   Abschätzung   und   Reduzierung   der   Risiken   bei   operativen Maßnahmen ( Zahnentfernungen, Implantationen etc.) 3-D Röntgen - Digitale Volumentomografie (DVT) Eine    Weiterentwicklung    des    zweidimensionalen    digitalen    Röntgens    stellt    die    hochauflösende    drei- dimensionale Darstellung des Befundbereiches durch die Digitale Volumentomografie (DVT) dar. Häufig   ermöglicht   erst   die   dreidimensionale   Darstellung   mittels   DVT   pathologische   Prozesse   oder   Restentzündungen  im Knochenbereich bei unklaren chronischen Beschwerden zu erkennen. Die     Position     von     Metallresten      oder     sonstigen     Fremdkörpern      im     Knochen     lassen     sich milimetergenau darstellen und ermöglichen eine schonendere und risikoärmere Entfernung . Bei   komplizierten   Zahnentfernungen   können   Nachbarstrukturen   besser   geschützt   werden   und   das Operationsrisiko veringert werden. (z.B. Nervverletzungen, Kieferhöhleneröffnungen u.v.a.m.) In    der    Implantologie     ermöglicht    die    dreidimensionale    Bildgebung    eine    optimale    Planung    der Implantatposition    für    eine    erfolgreiche    und    risikoarme    Implantateinheilung.    Außerdem    können    die gewonnenen    Informationen    zur    Herstellung    von    auf    den    3-D    Daten    basierenden    Bohrschablonen verwendet   werden.   Damit   kann   die   am   Computer   geplante   Position   des   Implantates   auch   geführt   im Mund reproduziert werden. Die Vorteile und Möglichkeiten einer Digitalen Volumentomografie (DVT) sind beeindruckend. Zu   beachten   ist   allerdings   eine   erhöhte   Strahlenbelastung   im   Vergleich   zu   zweidimensionalen   Röntgen- verfahren.   Deshalb   muss   der   Arzt   immer   eine   individuelle   “   rechtfertigende   Indikation”    für   die Notwendigkeit der Anfertigung eines DVT`s stellen . Strahlenbelastung in der Zahnarztpraxis Wir   möchten   Ihnen   nun   noch   ein   paar   Informationen   geben,   damit   Sie   die   Größenordnung   der   in   der Zahnarztpraxis    durch    Röntgenuntersuchungen    verursachte    Strahlenbelastung    besser    einordnen    und bewerten können. Die     Strahlenbelastung ,     der     wir     regelmäßig     ausgesetzt     sind,     setzt     sich     aus     den     natürlich vorhandenen und den zivilisationsbedingten Strahlungsquellen  zusammen, ca.   4,1mSv  oder  4100µS ca.    2100µS    natürliche    Strahlenbelastung     (kosmische    Strahlung,    terrestrische    Strahlung, Inhalation von Radon, Aufnahme durch Nahrungsmittel) ca.   2000µS   zivilisatorische   Strahlungsbelastung    (   Medizin ,   Tschernobyl,   Kernwaffentests, Flugreisen, berufliche Tätigkeiten, fossile Energieträger, Kernkraftwerke, Industrieprodukte etc.) Eine   Erhebung   aus   dem   Jahre   2006   ergab   eine   hohe   Zahl   an   Röntgenuntersuchungen   im   Fachgebiet der Zahnmedizin. ( ca. 37% aller Röntgenuntersuchungen ) Der   Anteil   der   Strahlenbelastung   durch   zahnärztliche   Röntgenuntersuchungen   lag   verglichen   mit   den anderen Fachbereichen damals bei lediglich 0,2% . Trotz   der   hohen   Anzahl   der   veranlaßten   Röntgenuntersuchungen   im   Bereich   der   Zahnmedizin   ist   die Strahlenbelastung der Bevölkerung durch die zahnärztliche Röntgendiagnostik vergleichsweise niedrig. Kommen     wir     jetzt     von     der     allgemeinen     Risikobewertung     zur     individuellen     Risikobetrachtung zahnärztlich röntgenologischer Diagnostik. Auf   Grund   der   Vielzahl   der   auf   dem   Markt   verfügbaren   Röntgengeräte   kann   die   Strahlenbelastung   der einzelnen   Röntgenverfahren   nur   näherungsweise   ins   Verhältnis   gesetzt   werden.   Unserer   Meinung   nach dennoch eine gute Information zur Risikobewertung . Strahlendosis nach Aufnahmeart (Zahnmedizin) Zahnfilmaufnahme (Einzelzähne) ca. 5µS Panoramaaufnahme (Orthopantomogramm - alle Zähne) ca. 10 - 20µS Fernröntgenaufnahme ( Kieferorthopädie) ca. 10µS Digitale Volumentomografie 3D-Aufnahme (DVT) ca. 50 - 100µS CT- Computertomogramm Kopf ca. 500 - 1000µS Bei    einem    Flug    von    Frankfurt    nach    New    York    beträgt    die    Strahlenbelastung    laut Bundesamt für Strahlenschutz  (2003) durch kosmische Strahlung ca. 150µS. Rauchen und Strahlenbelastung Raucher     setzen     sich     durch     die     erhöhte     Inhalation     von     Radon     einer     erheblichen Strahlenbelastung aus. 1 Zigarette entspricht der Strahlenbelastung von einem Zahnfilm, also ca. 5µS Bei    einem    täglichen    Konsum    von    durchschnittlich    10    Zigaretten    (ca.    50µS)    kommt    es    zu    einer monatlichen Strahlenbelastung durch das Rauchen von ca. 1500µS, d.h  ca. 18 000µS jährlich. Dies entspricht etwa dem 9-fachen der natürlichen Strahlenbelastung ( ca. 2100µS ) ca. 20 Computertomogrammen ca. 180 DVT-Aufnahmen ca. 900 Panoramaaufnahmen ca. 3500 Zahnfilmaufnahmen