©2018 - Gemeinschaftspraxis für Ganzheitliche Zahnheilkunde und Integrative Zahnmedizin Dr. Bernadette und Dr. Bernd Burghartswieser
Was versteht man unter CMD und CMO ?
Die Diagnose CMD (craniomandibuläre Dysfunktion) ist eigentlich ein Sammelbecken für eine Vielzahl von Fehlfunktionen und Beschwerdesymptomen im Bereich des Kopfes und Beschwerden im Bereich der Verbindungsstelle zwischen Unterkiefer und Schädelbasis, des Kiefergelenkes. Die CMO ( Craniomandibuläre Orthopädie) versucht mit den verschiedensten Therapien eine funktionelle Harmonisierung der Muskel- und Gelenkaktivität zu erreichen und damit eine Entlastung für den funktionell stark verknüpften Kiefergelenk-Halswirbelsäulen-Bereich zu erreichen. Im Jahr 1995 wurde von Hupfauf ein Begriff für dieses Beschwerdebild vorgeschlagen, der die Komplexität des Geschehens verdeutlich, aber sich nicht durchsetzen konnte : “Myo-arthro-okkluso-neuro-psychopathie” Diese Bezeichnung will verdeutlichen, dass nicht nur organisch mechanische Einflussfaktoren, wie Störungen der Bissverhältnisse, muskuläre Verspannungen und Gelenkprobleme oder neurologische Veränderungen als Auslösefaktoren für das CMD-Beschwerdebild in Frage kommen, sondern auch psychische Einflüsse wie z.B. stressbedingte Faktoren eine erhebliche Rolle spielen, ja manchmal sogar die dominanten Faktoren darstellen. In den letzten Jahren wird zunehmend untersucht, ob und wie sich Fehlfunktionen im Kausystem auf Fehlstellungen der Halswirbelsäule, ja des gesamten skelettalen Stützapparates auswirken können und umgekehrt. Ein wichtiger Gesichtspunkt, der bei einer ganzheitlichen Behandlung von Kiefergelenk- beschwerden von größter Bedeutung ist. An Fehlbelastungen versucht sich der Körper im Sinne einer Aufrechterhaltung der Funktion anzupassen (Adaptation), in der Regel meist ohne Schmerzsymptomatik. Bleiben die Fehlbelastungen/Fehlfunktionen über längere Zeit bestehen, werden andere Körperbereiche zur Kompensation herangezogen. Erst wenn die Leistungsgrenze der Kompensation erreicht ist, reagiert der Körper mit dem Schmerzsignal, sozusagen der roten “Warnleuchte” für die funktionelle Überlastung (Overload). Eine über Jahre anhaltende chronische Überlastung führt immer zu einer Veränderung des internen Milieus, so dass eine ganzheitliche Behandlung der Craniomandibulären Dysfunktion immer auch eine Milieutherapie darstellt. Ort der ursächlichen Fehlfunktion und Ort des Schmerzes stimmen bei chronischen Überlastungen in der Regel nicht überein ! “ Der chronische Schmerz lügt! ” Zitat - Dr. Erich Wühr - Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin Sie haben nun erfahren, dass es sich bei der Diagnose “Craniomandibuläre Dysfunktion” um ein sehr komplexes Beschwerdebild handeln kann. Die Vielfalt der möglichen Einflussfaktoren erfordert deshalb bei der Behandlung der aufgetretenen Beschwerden oft die Zusammenarbeit eines Therapeutennetzwerkes unterschiedlichster Fachrichtungen, z.B. siehe unten Da bis zum Auftreten von Beschwerden oft schon über viele Jahre Fehlbelastungen auf Ihren Körper eingewirkt haben und wahrscheinlich auch schon Umbauvorgänge in den betroffenen Bereichen eingetreten sind, erfordert die Therapie Geduld und Mitarbeit von Ihnen als Patientin und Patient.