©2017 - Gemeinschaftspraxis  für Ganzheitliche Zahnheilkunde und Integrative Zahnmedizin Dr. Bernadette und Dr. Bernd Burghartswieser
Was versteht man unter CMD und CMO ?
Die     Diagnose     CMD     (craniomandibuläre     Dysfunktion)     ist     eigentlich     ein Sammelbecken          für          eine          Vielzahl von          Fehlfunktionen          und Beschwerdesymptomen   im   Bereich   des   Kopfes   und   Beschwerden   im   Bereich   der Verbindungsstelle zwischen Unterkiefer und Schädelbasis, des Kiefergelenkes. Die   CMO   (   Craniomandibuläre   Orthopädie)   versucht   mit   den   verschiedensten Therapien   eine   funktionelle   Harmonisierung   der   Muskel-   und   Gelenkaktivität   zu erreichen    und    damit    eine    Entlastung    für    den    funktionell    stark    verknüpften Kiefergelenk-Halswirbelsäulen-Bereich zu erreichen. Im    Jahr    1995    wurde    von    Hupfauf    ein    Begriff    für    dieses    Beschwerdebild vorgeschlagen,   der   die   Komplexität   des   Geschehens   verdeutlich,   aber   sich   nicht durchsetzen konnte : “Myo-arthro-okkluso-neuro-psychopathie” Diese    Bezeichnung    will    verdeutlichen,    dass    nicht    nur    organisch    mechanische    Einflussfaktoren,    wie Störungen    der    Bissverhältnisse,    muskuläre    Verspannungen    und    Gelenkprobleme    oder    neurologische Veränderungen    als    Auslösefaktoren    für    das    CMD-Beschwerdebild        in    Frage    kommen,    sondern    auch psychische   Einflüsse   wie   z.B.   stressbedingte   Faktoren   eine   erhebliche   Rolle   spielen,   ja   manchmal   sogar   die dominanten Faktoren darstellen. In   den   letzten   Jahren   wird   zunehmend   untersucht,   ob   und   wie   sich   Fehlfunktionen   im   Kausystem   auf Fehlstellungen   der   Halswirbelsäule,   ja   des   gesamten   skelettalen   Stützapparates   auswirken   können   und umgekehrt.    Ein    wichtiger    Gesichtspunkt,    der    bei    einer    ganzheitlichen    Behandlung    von    Kiefergelenk- beschwerden von größter Bedeutung ist. An      Fehlbelastungen      versucht      sich      der      Körper      im      Sinne      einer Aufrechterhaltung   der   Funktion   anzupassen   (Adaptation),   in   der   Regel   meist ohne Schmerzsymptomatik. Bleiben    die    Fehlbelastungen/Fehlfunktionen    über    längere    Zeit    bestehen, werden   andere   Körperbereiche   zur   Kompensation   herangezogen.   Erst   wenn die   Leistungsgrenze   der   Kompensation   erreicht   ist,   reagiert   der   Körper   mit dem   Schmerzsignal,   sozusagen   der   roten   “Warnleuchte”   für   die   funktionelle Überlastung   (Overload).   Eine   über   Jahre   anhaltende   chronische   Überlastung führt    immer    zu    einer    Veränderung    des    internen    Milieus,    so    dass    eine ganzheitliche   Behandlung   der   Craniomandibulären   Dysfunktion   immer   auch eine Milieutherapie darstellt.  Ort    der    ursächlichen    Fehlfunktion    und    Ort    des    Schmerzes    stimmen    bei chronischen Überlastungen in der Regel nicht überein ! “ Der chronische Schmerz lügt! ” Zitat - Dr. Erich Wühr - Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin Sie   haben   nun   erfahren,   dass   es   sich   bei   der   Diagnose   “Craniomandibuläre   Dysfunktion”   um   ein   sehr komplexes   Beschwerdebild   handeln   kann.   Die   Vielfalt   der   möglichen   Einflussfaktoren   erfordert   deshalb bei   der   Behandlung   der   aufgetretenen   Beschwerden   oft   die   Zusammenarbeit   eines   Therapeutennetzwerkes unterschiedlichster Fachrichtungen, z.B. siehe unten Da   bis   zum   Auftreten   von   Beschwerden   oft   schon   über   viele   Jahre   Fehlbelastungen   auf   Ihren   Körper eingewirkt    haben    und    wahrscheinlich    auch    schon    Umbauvorgänge    in    den    betroffenen    Bereichen eingetreten sind, erfordert  die Therapie Geduld und Mitarbeit von Ihnen als Patientin und Patient.