©2017 - Gemeinschaftspraxis  für Ganzheitliche Zahnheilkunde und Integrative Zahnmedizin Dr. Bernadette und Dr. Bernd Burghartswieser
Obwohl   bereits   2007   die   europäische   Kommision   feststellte,   dass   das   Einatmen   von   Quecksilberdampf   aus zahnmedizinischem   Amalgam   die   Hauptquelle   der   Quecksilberexposition   in   Industrieländern   ist,   stuft   die Bundeszahnärztekammer den Gebrauch von Amalgam bis heute weiter als unbedenklich ein. Das hat seinen Grund ! Würde   Amalgam   als   gesundheitlich   bedenklich   eingestuft   werden,   müssten   die   Krankenkassen   für   die   Kosten der   Amalgamalternativen   und   die   Sanierung   der   bisher   vorhandenen   Amalgamversorgungen   aufkommen. Das könnte die “finanzielle Stabilität des Gesundheitssystems” beeinträchtigen. Genauso   wie   die   immensen   Kosten   für   den   Rückbau   ausgedienter   Atomkraftwerke   nicht   in   den   Strompreis eingerechnet      wurden,      werden      auch      die      Folgekosten      für      die      Behandlung      chronisch      erkrankter Amalgamfüllungsträger     nicht     bei     der     Bewertung     des     kostengünstigen     Füllungsmaterials     Amalgam berücksichtigt, geschweige denn in der Gesamtbilanz des Gesundheitssystems Berücksichtigung finden. Während    die    Bedenken    der    Bevölkerung    über    gesundheitliche    Auswirkungen    des    Amalgameinsatzes    am Menschen,   weil   wissenschaftlich   unbelegt,   irrational   sind,   führen   die   festgestellten   “Umweltschädigungen durch Quecksilberrückstände” zu einem Umdenken in der Füllungstherapie. !!!??? Warum, wenn das Material doch so unbedenklich ist ? Bei   den   Verhandlungen   zu   dem   internationalen   Minamata   Abkommen   einigte   man   sich   auf   eine      “Phase- Down-Strategie”   für   zahnärztliches   Amalgam.   Der   Sinn   dieser   Strategie   kann   eigentlich   nur   darin   bestehen, sich   ohne   Gesichtsverlust   und   mediale   Beachtung   aus   der   Amalgamproblematik   und   deren   Verharmlosung   in den letzten Jahrzehnten  “ohne zeitliche Vorgabe” zu verabschieden. Auch   das   Scientific   Committee   of   Health   and   Environmental   Risks   (SCHER)   attestiert   dem   Quecksilber   im zahnärztlichen   Amalgam   eine   vergleichsweise   geringe   Gesundheits-   und   Umweltgefährung,   da   nur   im   Falle eines   “Worst-Case-Szenarios”   auf   lokaler   Ebene   Risiken   für   die   Gesundheit   und   Umwelt   nicht   ausgeschlossen werden können. Bei      allen      Ausführungen      wird      ausschließlich      eine      Risikobewertung      unter      Berücksichtigung      der gesundheitlichen   Auswirkungen   bei   der   Verarbeitung   von   Quecksilber   und   der   möglichen   Risiken   für   die Umwelt    vorgenommen.    Im    Vordergrund    der    Bewertung    stehen    ausschließlich    Verarbeitungskriterien, Haltbarkeit und Kosten der Amalgamanwendung. (siehe auch Fazit der Studie) In      dieser      Betrachtungsweise      spielt      bedauerlicherweise      der      Mensch      als      Amalgamträger      und “Dauersondermülldeponie”    für    Quecksilber    keine    Rolle.    Quecksilber    ist    für    die    Umwelt    und    die    darin existierenden   Lebewesen   eine   Bedrohung.   Für   das   biologische   System   Mensch   -   unbedenklich.   Ein   für   uns menschenverachtender und für die “Kostenbilanz des Gesundheitssystems” langfristig fataler  Standpunkt .
Wissenschaft - Orginalarbeit (Stand 2015) Funktionszeit von initialen Amalgamfüllungen nach zehn und mehr Jahren T. Retzlaff , P. Gängler DZZ-Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift - 2015; 70(1) pp 33-42