©2018 - Gemeinschaftspraxis für Ganzheitliche Zahnheilkunde und Integrative Zahnmedizin Dr. Bernadette und Dr. Bernd Burghartswieser
Was sind eigentlich zahnmedizinische Implantate ? Implantate sind künstliche Zahnwurzeln und werden als Ersatz für fehlende Zähne zur Befestigung eines Zahnersatzes verwendet. Je nach vorhandenen biologischen und allgemeinmedizinischen Gegebenheiten und Wunsch des Patienten werden die Implantate zur Verbesserung des Prothesenhaltes oder zur Anfertigung festsitzender Kronen oder Brücken verwendet. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Implantatsysteme, die sich aber im Wesentlichen sehr ähnlich sind. Als Material für Implantate (künstliche Zahnwurzeln) hat sich in den letzten Jahrzehnten Titan durchgesetzt. Titan gilt bis heute als “Goldstandard” für Implantatmaterialien Titanimplantate aus ganzheitlicher Sicht Aus ganzheitlicher Sicht sind Titanimplantate durchaus problematisch und in den meisten Fällen nicht zu akzeptieren. Titan führt , wie von Titanbefürworter angeführt, nur sehr selten zu allergischen Reaktionen. Die Aussage, dass es keine “Titanallergie” gibt, stimmt nach neueren immunologischen Forschungen aber nicht. Gibt es eine Titanallergie ? Immunologische Forschungen der letzten Jahre bestätigen, dass eine Titanallergie nur selten auftritt. Nach Schätzungen liegt bei ca. 2-4% der Patienten eine Titanallergie vor. Obwohl allergische Nebenwirkungen auf Titan also selten auftreten , sind die gesundheitlichen Auswirkungen einer Titanallergie für denbetroffenen Patienten gravierend, zumal meist nicht an eine “Titanallergie” gedacht wird. Materialtechnische Analysen implantologischer Fachgesellschaften bestätigen, dass Titanimplantate herstellerabhängig außer Titan noch weitere Metallbestandteile enthalten können (z.B. Fe-Eisen, Cr- Chrom, Ni-Nickel, Al-Aluminium, V-Vanadium). Selbstverständlich können auch diese Metalle Auslöser allergischer Reaktionen sein ! Hyperreaktivität gegen Titan - gesundheitliches Hauptproblem ! Fremdkörperreaktionen (Entzündungsreaktionen) auf Titan-Metallpartikel, welche sich regelmäßig in der Umgebung der Titanimplantate im Gewebe einlagern, führen zu einer Aktivierung des Immunsystems. Bei Patienten mit einer genetisch überhöhten Entzündungsneigung ( Genpolymorphismus bedingte “High-Responder”) kann ein ständig aktiviertes Immunsystem zu einem Implantatverlust oder allgemeingesundheitlichen Beschwerden bis hin zur Enstehung von Krankheiten führen. Kommt es in der direkten Umgebung des Implantates zu einer Entzündungsreaktion, z.B. Entzündung des Zahnfleisches (Mucositis), einer fortgeschrittenen Entzündung des Implantat umgebenden Zahnfleisches und Knochen (Periimplantitis) oder einer Fremdkörperentzündung durch Titanpartikel im Gewebe, kann es auch bei den sonst sehr korrosionsstabilen Titanimplantaten durch die Übersäurerung des angrenzenden Gewebes (pH-Wert Abfall) zu Korrosionserscheinungen und Bildung von Metallionen kommen. Das Auftreten von chronischen Entzündungsprozessen nach Einpflanzung von Titanimplantaten ist kein seltenes Ereignis. Neuere wissenschaftliche Veröffentlichungen berichten im Zusammenhang mit Titanimplantaten von bis zu 80% Entzündungen des periimplantären Zahnfleisches (Mucositis) und 28 - 56 % fortgeschrittener Entzündung (Periimplantis) d.h. an jedem dritten Titanimplantat ist mit einer fortgeschrittenen Entzündungsreaktion und möglichen allgemeingesundheitlichen Auswirkungen zu rechnen ! Wechselwirkung mit energetischen Feldern Metallionen sind häufig Auslöser allergischer Reaktionen und können auf vielfältigste Weise Stoffwechselprozesse beeinflussen. Künstliche Metallionen im Gewebe sind wiederum Ankopplungspunkte für elektro-magnetische Energiefelder jeglicher Art mit leider nicht vorhersagbaren Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Da es sich heute zu einem großen Teil um künstlich erzeugte technische Energiefelder handelt, darf man zumindest eine nicht gesundheitsfördernde Wirkung vermuten. Als Folgen für den Körper werden gestörte Stoffwechselfunktionen, lokale Gewebereizungen, Zellwachstumsstörungen, Durchblutungsstörungen, Nervenreizungen und Änderungen im Bereich der Hirnströme angenommen. Aus ganzheitlicher Sicht kommt es außerdem zu Störungen der energetischen Ebene (z.B. Meridiane, Chakren). Deshalb sind Titanimplantate aus ganzheitlicher Sicht nicht zu empfehlen ! Keramikimplantate sind eine echte Alternative zu Titanimplantaten ! Aus der kürzlich veröffentlichten BDIZ/EDI Implantatstudie 2014/2015 (Journal für die implantologische Praxis - Konkret 02.1015 Seite 68-81) entnehmen wir folgendes Titat : Ergänzend zu den bereits vorgestellten Implantatsystemen aus Titan und seinen Legierungen wurden auch Implantate aus Zirkonoxid, Tantal und Polyetheretherketon untersucht. Zirkonoxid hat sich als Implantatwerkstoff über viele Jahre bewährt und steht wahrscheinlich Titan beziehungsweise Titandioxid hinsichtlich seines Potentials zur Osseointegration in nichts nach .” d.h. die Einheilungserfolgsrate von Zirkonoxidimplantaten ist mit der von Titanimplantaten vergleichbar ! Auf Grund der hohen Anzahl chronischer Entzündungen nach Implantation von Titanimplantaten und dem Fehlen der oben beschriebenen Befunde/Problematik bei Keramikimplantaten ist die Implantation von Keramikimplantaten aus gesundheitlichen Erwägungen die sinnvolle Alternative . Aktuelle Veröffentlichung der Universität Basel : Keramische Zahnimplantate Wissenschaftliche Grundlagen und klinische Anwendung Stand 10-2015 Wir verwenden Keramikimplantate der Firma Swiss-Dental-Solutions, da dieses Implantatystem konsequent für die Anwendung in der ganzheitlichen Zahnheilkunde optimiert wurde und auch das chirurgische Verfahren ganzheitliche Kriterien erfüllt. Dieses Implantat-System erfüllt hohe Qualitäsansprüche, ist sehr innovativ, praxisorientiert und für den Einsatz in der ganzheitlichen Zahnmedizin entwickelt.
Weitere Informationen zum aktuellen wissenschaftlichen Stand der metallfreien Implantologie erhalten Sie auch auf der Interseite der International Society of Metall Free Implantology - ISMI
Titanunverträglichkeit - Fremdkörperreaktion Mucositis - Periimplantitis Keramische Zahnimplantate - Wissenschaftliche Grundlagen 2015